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Geschichte des Schützenvereins seit der Wiedergründung

Als am 8.Januar 1958 im Gasthaus "Kreuz" auf Initiative von Max Riesterer, Josef Kottal, Wilhelm Reisdorf und Ernst Hermann der "Schützenverein Münstertal" wiedergegründet wurde, glaubten nur wenige an eine solche Wiederbelebung des Schützenwesens, wie es noch im 19. Jahrhundert in Münstertal gepflegt wurde. Doch schon bei der Gründungsversammlung war ein äußerst lebhaftes Interesse für den Schießsport offensichtlich geworden, denn laut Vereins-Chronik waren 32 Personen erschienen. Drei Wochen später wurde dieses Interesse in geradezu überwältigender Weise bestätigt, als sich bei der ersten Hauptversammlung am 31. Januar 1958 nicht weniger als 73 Männer und eine Frau in die Mitgliederliste des Schützenvereins Münstertal eintrugen.

Die anstehenden Aufgaben für den jungen Verein schienen nahezu unlösbar. Es war weder eine Schießanlage noch ein Schützenhaus vorhanden. An Geldmitteln mangelte es ebenfalls. Umso erstaunlicher war die Leistung, die der Verein unter der umsichtigen und zielstrebigen Führung ihres ersten Vorstandes Max Riesterer innerhalb der ersten Jahre seines Bestehens vollbrachte.
In den beiden ersten Jahren nach der Gründung stellte Konrad Ortlieb - damals Inhaber des Vereinslokals "Kreuz" - das Nebenzimmer seines Lokals zur Verfügung; somit konnte an zwei Bahnen Luftgewehr geschossen werden. Das Interesse am Schießsport war von Beginn an sehr groß, so daß sich bereits 1959 und 1960 drei Mannschaften an den jährlichen Rundenwettkämpfen beteiligten. Schon 1961/62 wurde die erste Mannschaft Kreismeister und stieg in die Landesklasse auf.
Seit 1963 schoß die erste Mannschaft in der Bezirksliga, bis zum Aufstieg in die Landesliga 1989 mit den Schützen:
Hansi Köhler, Egon Dietsche, Angelino Deißlin, Bernhard Sutter und Bernd Martin. 13 Jahre konnte sich der SV Münstertal in dieser Klasse halten, als im März 2002 der Abstieg in die Bezirksliga folgte.
Bereits am 1.Oktober 1960 konnte das Luftgewehrschießen im neu erbauten Schützenhaus im "Moos" aufgenommen werden.
Dies war nur möglich durch den selbstlosen persönlichen Einsatz vieler Mitglieder, durch die wohlwollende Unterstützung beider Talgemeinden, der hiesigen Gewerbebetriebe sowie durch die Beiträge weiterer großzügiger Spender.
Im Laufe vergangenen Jahre haben sich die Aktiven des Schützenvereins Münstertal mit viel Engagement und Opferbereitschaft dem stetigen Ausbau ihres Schützenhauses gewidmet. Vor allem durch strenge sicherheitstechnische Auflagen des Landratsamtes im Jahre 1977 waren in den beiden Folgejahren umfangreiche Baumaßnahmen im Inneren wie im Außenbereich des Schützenhauses erforderlich, wofür mehrere tausend Mark und viele Arbeistsstunden investiert wurden. Auch die Jahre 1982 und 1983 sind als "Bau-und Investitionsjahre" für das vereinseigene Schützenhaus in die Geschichte des Vereins eingegangen. So wurde der Eingangsbereich mit Treppen zum Keller und Obergeschoß erweitert, das Dach zum Luftgewehrstand umgebaut, die Terasse und der Geräteschuppen angebaut.
In aller erster Linie ist sich der Schützenverein Münstertal seiner ursprünglichen Aufgabe als "Schützen"-Verein treu geblieben, was die sehr guten Leistungen im Schießsport auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene beweisen.
Durch die alljährliche Teilnahme der Sportschützen an den Rundenwettkämpfen auf überörtlicher Ebene und sogar bei Deutschen Meisterschaften (durch die einheimischen Schützen Hansi Köhler, Bernhard Sutter und Egon Dietsche) hat der Schützenverein seine Heimatgemeinde weit ihre ihre Grenzen hinaus bestens vertreten.
Der größte sportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte ist die Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften 2003 in München durch Jürgen Billharz in der Disziplin Luftgewehr Altersklasse. Die Mannschaft mit Jürgen Billharz, Hansi Köhler und Egon Dietsche erreichte den 5. Platz.
Seit 1970 wetteifern alljährlich zwei Dutzend einheimische Vereine und Gruppen um den begehrten Wanderpokal, der von Gemeinde Münstertal gestiftet wurde. Der Wanderpokal ging letztes Jahr endgültig in den Besitz des Imkervereins Münstertal über.
1998 wude der Belchencup im Juni ins Leben gerufen. Dabei wird mit dem Lufgewehr sitzend aufgelegt geschossen. Teilnehmen können Vereine, Stammtische, Firmen, Familien, und sonstige Gruppen.
Daneben sind Vatertagswanderung, Teilnahme an der Trudperts - und Fronleichnahmsprozession, das Laurentiusfest, Jedermann-, Preis- und Königsschießen und die Vereinsmeisterschaften fester Bestandteil des Sportjahres.